VORSCHAU

NARRENTURM

Narrengestalten und Phantasiewesen sind Geschwister im Geiste, zwei Seiten derselben bunten Medaille. Sie bevölkern unsere innere Gegenwelt zur sog. „realen” Welt und in der Kunst, in Riten und im Karneval auch die äußere Welt. Sie helfen uns das irdische Jammertal zu ertragen, helfen den Ohnmächtigen nicht zu verzweifeln, den Gefangenen innere Freiheit herbeizuzaubern, den unheilbar Kranken und seelisch oder geistig vom „Normalen” abweichenden Zeitgenossen Einsamkeit, Ängste, Ausgrenzungen und Anfeindungen zu ertragen und diesem Druck wenigstens zeitweise zu entfliehen.

68elf e.V. ist ein freier Kölner Kunstverein mit 20 jähriger Vergangenheit.

INTIME RÄUME

Verloren im medialen Rauschen, ausgelaugt durch endlose Verfügbarkeit, verirrt in anscheinend unendlichen Möglichkeiten sowie gleichermaßen gefangen in der Vergangenheit. Mit seinen digitalen Arbeiten und figurativen Objekten lädt der argentinische Künstler Norberto Luis Romero zur aktuellen Ausstellung “Intime Räume“ ein, auf eine sehr intime Art zu entdecken, wo wir verloren, verirrt und gefangen sind.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 14. September wird der Künstler anwesend sein und dem Besucher die Möglichkeit geben, mit ihm in Dialog zu treten. Landmannstr. 31, 50825 Köln-Neuehrenfeld.

30 September 2018 bis zum 01. November 2018

Das argentinisch- deutsch- deutsche Künstlertrio Romero, Wolber und Schnitzler zeigt Menschenbilder, deren Protagonisten scheinbar bezugslos in ihrer eigenen Erlebnis- und Gedankenwelt versunken, bar jeder Kommunikation verhaftet sind in einer Art Kokon
essentieller Isolation. Es ist diese vollkommene Absenz der Kommunikation, die den Betrachter der Werke zuerst in ihren Bann zieht, um ihn dann selbst zum Dialogpartner werden zu lassen – erst zum Dargestellten, dann zu seinem inneren Selbst. Denn schnell wird dem Rezipienten klar, dass der befremdlichen Absenz der Kommunikation ein Mangel zugrunde liegt. Die Antwort auf die Frage nach dessen Wesenheit jedoch, wird er nur im Dialog mit sich selbst ergründen können.
Während Romeros Helden symbolisch einem Spielzeug gleichen – einem Spielzeug, das sich abnutzt, verkommt, den Nährboden für Krankheit, Schmerz und schließlich den „Tod“ bereitet, arbeitet Wolber mit der Spannung von flüchtigem Duktus und präziser Beobachtung. Seine Arbeiten verweisen nicht nur auf den Entstehungsprozess, sondern lassen dem Betrachter auch genügend Zeit, die oft rätselhaften Protagonisten näher kennen zu lernen. Und wie bei Wolber, so werden auch Schnitzlers Figuren zum Vehikel eines Prozesses, der über die malerischen Mittel enthüllt. Schnitzler geht es um die Ausdruckskraft des Dargestellten. Und das Dargestellte ist nicht allein die Person, ihre Haltung oder ihr Bewegungsgestus, sondern zugleich auch das Mit- oder vielleicht Gegeneinander von Farben, Flächen und Linien auf der Leinwand.